Montagmorgen

Montagmorgen, Zeit der Laubgebläse
Zeit der Motorsägen, der Presslufthämmer
der Mensch dieses Unkraut
juckt aus seiner Ruh empor
wie jeden Montag seit die Welt geboren
schreitet zur Tat
bläst Blätter in den Wind
Geratter und Geknatter
auf dem nahen Friedhof
streckt der Dachs verwundert den Kopf aus seiner Höhle
und schlüpft gleich zurück ins Erdreich
ein Rumpeln und Poltern aus den Bergen
ein Dröhnen und Sausen im Tal
der Mensch und sein Plan
wenn ihn wer lesen könnte
der Mensch heult mit seinem Gerät
bis am Freitag um fünf
gräbt sich ein unter den Sternen
lauscht dem Zittern der Luft